3. Loving Sisterhood – Clearing our Solarplexus Chakra

Solarplexus-Chakra ©annikagemlau

Manipura

Das Solarplexus-Chakra

Unterhalb deines Brustbeins und etwa drei Fingerbreit oberhalb deines Nabels befindet sich der hochsensible Solarplexus – unser „Bauchgehirn“. Hier empfängt dein Körper sämtliche Botschaften aus deiner Umgebung, von deinen Mitmenschen und meldet an den Kopf, wie dein Unterbewusstsein darauf reagiert.

Das Bauchgefühl ist eine intuitive Wahrnehmungsform unserer Realität, die nicht selten von unserer kopflastigen Interpretation der Dinge abweicht. Wir sind verunsichert, irritiert von einer Intuition, die uns nicht in den Alltag und die Lebensplanung passt. Wischen wir dann den Protest aus dem Bauchraum beseite und verweigern unserem Sakral- und Solarplexuschakra ihr Aussagerecht, blockieren wir nicht nur unseren Gefühlsstoffwechsel (Sakralchakra), sondern erschüttern auch erheblich die feurige Schmiede, in der das Licht unserer Seele kontinuierlich in die Form unserer Persönlichkeit gegossen wird¹.

Nicht nur Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Enge im Brustraum sind die Folgen, sondern auch Lust- und Antriebslosigkeit, Angst vor Kontrollverlust und Grenzüberschreitungen durch andere. Diese apathischen Stimmungen können sich mit heftiger Empörung und Wutanfällen in uns mischen, wenn andere diese Schwäche ausnutzen und ihren Machtbereich über unsere Grenzen hinaus ausbauen. Das ganze Strahlen unserer Persönlichkeit versteckt sich hinter grauen Wolken, die sich scheinbar vor unser Sonnengeflecht geschoben haben.

©annikagemlau, Zitat von Juan Ramón Jiménez: „lauf nicht! geh‘ langsam: du musst nur auf dich zugehn!“

Wenn wir uns bewusst werden, dass uns die Themen des dritten Chakras über den Kopf gewachsen sind, dürfen wir jetzt nicht gleich wieder mit dem selben aggressiven Muster reagieren. Wir haben unseren Gefühlen und Intuitionen erneut den Ehrenplatz verweigert. Wir sind zu viele Kompromisse eingegangen und es ist uns nicht gelungen unsere Grenzen klar abzustecken und zu verteidigen. Oder unsere Projekte und guten Vorsätze versanden schon beim ersten Gegenwind – kein Wunder in diesen stürmischen Zeiten.

Das Resultat ist oft Wut gegen die Welt und vor allem gegen uns selbst. Doch wenn schon die Welt und die Herausforderungen des Lebens hart zu uns sind, sollten wir es nicht noch nachtun, sondern umso liebevoller zu uns selbst sein². Gespräche mit meiner älteren Schwester sind das beste Vorbild für meine Praxis des „Alles darf sein“. Keine meiner Probleme oder Niederlagen können sie je aus der Fassung bringen oder lassen sie erschrocken vorwurfsvoll reagieren. Stattdessen überschütttet sie mich in solchen Momenten erst recht mit Stolz und Bewunderung durchwirkter Liebe. Balsam für meine Seele und eine nahrhafte Grundlage um wiederaufzustehen.

Wir alle können diese ältere Schwester in uns finden:

1. Ehre zunächst deine Intuition und all deine Organe im Bauch, indem du ihnen etwas Gutes tust: zum Beispiel ein Kräutertee aus Kamille und Schafgarbe. Oder ein wärmendes Gericht aus Dinkelkörnern, Zimt, Kümmel und Kurkuma. Während die Speisen deinen Körper von innen zärtlich umarmen und Spannungen lockern, sucht dein Geist auf liebevolle und achtsame Weise den Kontakt zu dem Eigenleben deines Sonnengeflechts.

Werde still und vermeide Ablenkungen. Auf welcher Ebene kannst du Zugang zu den Informationen deiner Intuition erhalten? Im Traum, in der Mediation, beim Tanzen, Musizieren oder Malen, beim Waldspaziergang, im Gespräch mit dem Mond oder einer besonderen Person … ?

2. Entschuldige dich anschließend bei den weisen Stimmen aus deinem Bauch, dass du ihnen nicht schon eher gelauscht hast.

Welches Wesen will denn unbedingt zu dir sprechen?
Dein inneres Kind, ein Tier, eine Figur aus deinem Traum …?  Was möchten sie dir sagen?

3. Traure über das, was vertan ist und sich nicht mehr ändern lässt. Schaue dir Gefühle an, die vielleicht sogar schon ranzig riechen, weil sie so lange bereits auf deine Beachtung warten mussten.

Magst du dir dafür jetzt selbst verzeihen?

©annikagemlau

4. Übe dich im herzlichen Lachen. Über uns selbst und die Absurdheit des Lebens. Oft kommt es nicht auf den Inhalt an, damit wir etwas lustig finden, sondern um unsere Bereitschaft, lachen zu wollen.
Ich selbst wirke nach außen oft sehr ernst, dabei liebe ich es zu lachen und andere zum Lachen zu bringen – oft fehlen mir jedoch die besonderen Personen, die ebenso auf meiner speziellen Humorfrequenz schwimmen. Am einfachsten lache ich mit meiner kleinen Schwester. Wir können kaum anders. Schon zwei, drei Worte genügen und lassen mich glücklich amüsiert glucksen. Wie Delfine haben auch wir drei Schwestern unsere ganz eigene Sprache und Laute. Unsere Kommunikation konnte bereits ganz trübe Tage erträglich machen und ihnen durch unser gemeinsames Lachen eine neue Richtung geben.

Welche sozialen Gefüge, Personen, Texte, Sendungen, Bilder … bringen dich zum Lachen?
Suche bewusst ihre Nähe und wiederhole die Momente, in denen sich das Gewicht komplexer Sackgassen in herzlichem Gelächter auflöst.

5. Wir alle sind mutig. Nur natürlich nicht immer und nicht in den gleichen Lebensbereichen. Vielen von uns fällt es leicht, in manchen Situation mutig für eine Sache oder eine andere Person einzutreten, währen wir in anderen Momenten völlig überfordert klein beigeben. Lerne deine Stärke auszuweiten. Wenn es dir gelingt, für ein Kind, einen Hund oder deine kleine Schwester Bärenkräfte, die Entschlossenheit eines Widders und die Risikobereitschaft von Steinböcken aufzubringen, dann kannst du dies genauso für die kleinen Wesen, die du in dir trägst.

Bist du bereit, die magischen Superkräfte in dir zu entdecken?

In Momenten von Ratlosigkeit, Wut oder Selbstverachtung :

  • Fühle, wie von deiner Bauchmitte ein wunderschön gelb strahlendes Licht ausgeht.
  • Unterstütze die zirkuläre Bewegungen des Chakras entgegen des Uhrzeigersinns (für alle, die sich eher als weiblich identifizieren) bzw. im Uhrzeigersinn (für alle, die sich eher als männlich identifizieren).
  • Visualisiere die geometrische Form des nach unten gerichteten Dreiecks.
  • Bitte die Bewohner*innen deines Bauchraums, um schützende Führung.

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¹ Chakren.net, https://www.chakren.net/chakra/solarplexus-chakra/ [zuletzt geprüft am 21.04.2020]:
Das Element des Chakras ist das Feuer und sowohl im indischen als auch im deutschen Namen finden sich das Leuchten, bzw. die Sonne wieder. Dies ist ein starkes Symbol für die Qualität dieses Chakras, durch welches das Licht unserer Seele als Persönlichkeit in die Welt ausstrahlt.
² Inspiriert von den wunderbaren Yoga-Einheiten von Mady Morrison: https://www.youtube.com/channel/UCHJBoCDxaCTRrwCHXEBA-BA
Für das Manipura-Chakra z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=3YpRJeAbo7E&list=RDCMUCHJBoCDxaCTRrwCHXEBA-BA&index=23

Inspired by 
My sisters.
Chakren.net, https://www.chakren.net/chakra/solarplexus-chakra/ [zuletzt geprüft am 21.04.2020].
Gallegos, Eligio Stephen: The Personal Totem Pole. Animal Imagery, the Chakras, and Psychotherapy, Santa Fe: Moon Bear Press 1990.
Yogaeasy.de, https://www.yogaeasy.de/artikel/drittes-chakra-manipura-nabelchakra [zuletzt geprüft am 21.04.2020].

 


			

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